…heute war es nicht mehr so heiß, entsprechend habe ich die “Kanonenpassüberschreitung” in Angriff genommen (warum heißt der Kanonenpass eigentlich Kanonenpass?). Geht von Unterwössen kontinuierlich hoch bis auf 1.103 m MSL, also knapp 600 hm. Der Weg verläuft an der Feldlahnalm vorbei und zieht sich immer so um die 15 % dahin, mal mehr, mal weniger. Oben war ich geschafft, aber so soll es ja sein. Die Abfahrt zur Röthelmoos kein Problem, guter Weg. Einkehr in der Langerbauer Alm, da sitzt man schön und eine Brotzeit gibt es natürlich auch. Die weitere Abfahrt runter zum Weitsee ist eine absolute Genussstrecke, immer wunderbar dem munter dahinplätschernden Bach entlang. Erfrischung wieder mal im Weitsee, wobei der zwar noch genügend Wasser hat, aber richtig kühl ist er nicht mehr. Von Seegatterl dann den Loferbach entlang, schön im Wald, runter nach Reit im Winkl. Der letzte Anstieg auf den Masererpass, von da eine schnelle Abfahrt runter nach Oberwössen und weiter nach Unterwössen. Gesamt 34 km bei 750 hm, bei den Temperaturen völlig ausreichend.
… in Oberwössen. Das Pleitewandl ist die erste Erhebung direkt südlich von Oberwössen. Die Erkenntnis vom Saurüsselkopf und dem Moorbrand in Übersee ist, dass das Löschen so schnell wie möglich gehen muss und mit so viel Wasser wie irgend möglich. Gestern und heute fliegen deshalb drei Hubschrauber aus Österreich und zwei Polizeihubschrauber kontinuierlich Wasser aus dem Wössner See und aus Füllstationen der Feuerwehr in Oberwössen zu den Brandherden. Ein Wärmebilddrohne und ein weiterer Polizeihubschrauber finden dabei die Stellen, die noch gelöscht werden müssen und geben sie an die Piloten weiter. Es wurde ein Notam herausgegeben, das leider auch die Fliegerei in Unterwössen betrifft, aber das Löschen hat oberste Priorität!
Es ist beeindruckend in welchem Tempo die Hubschrauber das Wasser aus dem Wössner See zum Brandherd hochfliegen!Meine Webcam hat den Brandbeginn und Ort genau eingefangen.Irgendwo da muss es angefangen haben. Wobei die hier sichtbaren Wege unterhalb der Pleitewand verlaufen und die Zustiege zur Wand sind. Oben, hinter der Pleitewand, ist eigentlich gar nichts, schon komisch, dass gerade hier der Brand angefangen hat. Schon Mittag wurde ja Brandgeruch gemeldet, aber die Feuerwehr hat nichts gefunden. Um 18 Uhr hat es erst angefangen offensichtlich zu brennen.Drohne fliegt immer wieder das Brandgebiet ab.
… selber basteln lohnt nicht mehr. Es gibt inzwischen ganz tolle Mehrfachbodenstationen zu kaufen, die empfangen nicht nur Flarm, sondern auch ADS-B, mit einem optionalen LTE-Modul lassen sie sich auch wirklich überall aufstellen!
Hier z.B. ein tolles Kästchen, das sich inzwischen vielfach auf der OGN-Anzeige findet. Die Geräte beginnen mit “AVX“. Eines steht jetzt wohl beim Harschbichl oben und empfängt gut, auch bis zu uns nach Unterwössen!
… eigentlich wollte ich doch wieder bescheidenere Touren fahren. Aber was mache ich? Plage mich auf die Priener Hütte! Da war ich das letzte Mal 2004, als ich mich bei der Abfahrt hingelegt und mir dabei das Rückenmark irreversibel gequetscht habe. Ich war damals völlig euphorisch unterwegs Richtung Ottenalm, als mir eine Gruppe Mountainbiker entgegenkam, leider alle nebeneinander, sodass kein Platz mehr für mich war. Blöd und schreckhaft wie ich war, habe ich beide Bremsen voll gezogen. Auf dem felsigen Untergrund ein Fehler, hat mich aufgestellt wie ein Pferd und mit dem Kopf und Gesicht voraus habe ich mich in den Boden gerammt. Gab einen Freiflug mit dem Hubschrauber. Nach einer Stunde konnte ich langsam Arme und Beine wieder bewegen. Leider nicht mehr so wie vor dem Sturz. Einschränkungen sind mir bis heute, trotz Einbau eines Titan-Ersatzteiles, geblieben, diese werden im Alter leider auch nicht besser, sondern schlechter.
Aber jammern hilft auch nicht. Ich habe schon länger davon geträumt, mal wieder auf die Priener Hütte zu kommen. So bin ich heute am Golfplatz Walchsee gestartet und dann durch Rettenschöss auf der Mautstraße hoch zur Wandberghütte. Von da über Kuhweiden auf Singletrails, vorbei an der Ackeralm, rüber zum Forstweg, der von Sachrang hochkommt. Dort leider nochmal an die 20 %, die ich nur mit Schieben bewältigen konnte. Der Rest zur Priener Hütte dann wieder nicht so steiler Forstweg. Interessant, auf die Hütte verirren sich scheinbar fast nur Bioradler. Heißt, wer da oben ist, der will es wirklich sportlich. Auf der Hütte unterhalb des Geigelstein war es sehr schön, herrliche Aussicht zum Alpenhauptkamm und zum Wilden Kaiser, eine gute Brotzeit habe ich mir natürlich auch gegönnt.
Die Abfahrt runter nach Walchsee war zwar anspruchsvoll, weil teilweise schlechter, ausgewaschener Weg, aber mit entsprechender Vorsicht habe ich es diesmal gut hingekriegt. Eine Einkehr für Kaffee und Apfelstrudel habe ich mir in der Riederalm geleistet. Dort habe ich lange mit einem Pärchen aus Koblenz, etwa in meinem Alter, geratscht. Ich finde andere Lebensgeschichten immer sehr spannend.
Alles in allem 22,1 km bei 970 hm (kann sein, dass Komoot etwas übertreibt😏), schon ganz ordentlich. Vom Walchsee hoch sind es halt doch ein paar Höhenmeter mehr als von Sachrang, von wo aus man normalerweise hochfährt. Aber was ist schon normal? Entsprechend kaputt war ich, zumal heute wieder 29 Grad waren. Aber es sollen ja die nächsten Tage noch mehr werden, da bleibe ich dann lieber zu Hause …
… ist so wunderschön geworden! Der Stefan kann es einfach, er hat sich alle Mühe gegeben das Flugzeug auf einen modernen Stand zu bringen! Am Wochenende soll gutes Wetter werden, dann will er die 750 Kilometer versuchen. Es freut den Hans und mich außerordentlich, dass unser Flieger so geschätzt wird! In seinem Beruf wartet der Stefan Verkehrsmaschinen, da ist es kein Wunder, dass er auch kleine Flugzeuge schön herrichten kann!
Update: Der Stefan hat es wie angekündigt tatsächlich geschafft! Er schreibt mir “Die HS ist ein richtig gutes kleines Flugzeug geworden. Alle Instrumente funktionieren einwandfrei. Und am Samstag konnte ich einen kleinen Testflug absolvieren. Ich habe den Motor ausgebaut und bin damit in einer 15-Meter-Konfiguration ohne Wassertank die angegebene Strecke von 750 km geflogen. Ich habe sie auch auf Weglide hochgeladen.“ Da können wir uns nur mit ihm freuen und gratulieren!