Schwere Entscheidung …

… was soll ich mit dem schönen Wetter anfangen? Fliegen, eher nicht, da ist die Luft bei mir inzwischen etwas raus. Für Modellfliegen war das Wetter fast zu schade. Was bleibt: eine schöne Tour mit dem Rad!
Mit Komoot geplant wollte ich mal zur Frankenalm. Erst hoch zum Masererpass, dann rüber, grobe Richtung Taubensee. Irgendwie schaffe ich es jedoch noch nicht, Komoot genau zu verstehen, bzw. die Wegbeschreibung richtig zu lesen. Jedenfalls war es mir eigentlich deutlich zu steil und natürlich war auch ein Singletrail durch den Wald mit dabei. Ginge ja noch mit Schieben, aber am Einstieg und Ausstieg ein Stacheldrahtzaun zum Drüberheben! Mit E-Bike echt Mist, wobei ich meinen Akku und das Gepäck leicht wegbauen kann und somit beim Heben nur noch ein “fast normales” MTB bleibt. Aus dem Wald raus hat mir ein Wanderer geholfen, zu zweit war es leichter.
Nach dem Waldstück ging es erst mal runter, bevor der Endanstieg zur Frankenalm folgte. Die Alm ist nett gelegen, sehr gepflegt und es gab guten Kaffee mit Kuchen. Eigentlich hatte ich ja die Leberkässemmel vom Meineke dabei, die muss ich einfach mitnehmen, wenn ich durch Oberwössen fahre. Aber der Almbauer und seine Frau müssen auch leben, man freut sich, wenn es die bewirtschafteten Almen überhaupt noch gibt. Jedenfalls kann ich die Frankenalm empfehlen, teuer ist es halt leider inzwischen überall.
Eigentlich wollte ich nach der Alm noch ein Stück hoch und dann runter nach Oberwössen. Aber in Österreich gibt es manchmal Almbauern, die krass etwas gegen MTB-Radler haben, warum auch immer. Jedenfalls habe ich mir vom Frankenalmbauern sagen lassen, dass da wohl eine quasi Schleuse käme, die mit einem Rad schlicht nicht überwindbar ist. Krass! Aber ich habe trotzdem einen schönen Weg zurück gefunden. Zwar erst mal wieder runter und dann wieder hoch, aber gut zu fahren und natürlich teilweise auch zu schieben, geht halt nicht anders. Die Abfahrt nach Oberwössen runter dann ein Genuss, vorbei an den Klettermädels.
Insgesamt waren es 22,3 km mit 680 hm (330 Wh Akku verbraucht), wobei viele Abschnitte mit > 15 % dabei sind. In Summe sehr schön gewesen, aber die nächste Tour muss wieder etwas gemächlicher und altersgerechter werden!

Einfach genial …

… was der Benedikt Bursian in der Lage ist mit einer LS1, Index 101, zu fliegen!
In meiner Zwischenbilanz des AFZ kam er ja nicht vor, denn er ist Mitglied beim FSV Rosenheim, seine Heimat ist der Flugplatz Brannenburg. Also der Flug gestern, der war ja wieder so irre, das geht kaum zu beschreiben. Das Wetter hat in der Früh gar nicht so nach Fliegen ausgeschaut, wie es halt oft ist, wenn zwischen den Tiefs nur mal ein besserer Tag dabei ist. Aber die Idee der Profis ist dann erst mal entlang oder vor den Alpen zu fliegen und quasi abzuwarten bis die Basis für die Berge ausreichend angestiegen ist. Und der Benedikt ist nicht nur in die Berge rein geflogen, nein er war weit in der Schweiz am “Chrüzlipass” und hat sich dann gut bis zu den Dolomiten nach Lienz durchgeschlagen! Wenn man sein Barogramm anschaut, dann sieht man auch warum er so schnell ist (87 km/h mit einer LS1, Index 101 nicht Index >120!). Allerdings saß er auch knapp 10 Stunden im Flieger, muss man mögen bzw. überhaupt können. Für den Heimflug ist er dann nochmal zurück bis Sterzing, um den Olperer rum und fast hätte der Kufsteiner Hang noch gereicht um heim zu kommen. Alles in allem ein irrer Flug!
Die anderen Flüge gestern waren auch nicht verkehrt. Der Roland spult in bekannter Manier seine weiten Flüge ab, seine Routenwahl war halt nicht ganz so optimal, schreibt er selbst. Die Andrea und der Gert, neben Ute und Axel, Jana und Andreas, Anneliese und Oliver unser neues Fliegerpärchen, haben souverän den Starnberger See umrundet, auch eine nette Variante. Und unser Urgestein Holger fliegt gefühlt praktisch immer, das Wetter ist ihm ziemlich egal. Hauptsache es macht ihm Spaß und das tut es scheinbar immer wieder. Ja und der Axel V. hat jetzt noch seine 5 Platzrunden eingestellt, gut zu wissen, gibt aber leider keine Punkte.

Bild von Benedikt Bursian

Übrigens, in Frankreich ging es wohl auch sehr gut:
Der Fred in Puimoisson
Der Jan mit Gast in Serres la Bâtie