Irgendwie …

…sollte sich das doch herumgesprochen haben, dass man mit einem Motorflugzeug nicht durch das Naturschutzgebiet Hohe Tauern fliegt!

Mit Segelflugzeug ja, mit Motorsegler nein!
Nur diese zwei Möglichkeiten gibt es über den Hauptkamm zu fliegen!

Wunderbare …

Bild von Benedikt Bursian

… Ziel-Rück-Flüge wurden gestern geschafft! Genial der Benedikt Bursian mit seiner LS 1-f neo, 789 Punkte, damit jetzt Spitzenreiter in der Zielrückwertung von Unterwössen aus! Wunderbar auch der Flug von Ute Hofmann in ihrer ASW 20, toll auch deswegen, weil ohne Motor! Aber auch der Thomas Münchow war wie oft völlig unaufgeregt unterwegs, er bleibt immer schön oben, wie man aus seinem Barogramm herauslesen kann. Der Motor war nützlich, weil er sich nach dem ersten Absaufer noch einen sehr schönen Flug ermöglichen konnte.

Das Jahr ist jetzt schon wieder so weit fortgeschritten, dass es gute Thermik nur am Hauptkamm Richtung Schweiz gibt. Und da muss man schnell hin, ein F-Schlepp auf 2.500 m über das Inntal ist da unumgänglich. Dann durch das Karwendel kämpfen, ab der Zugspitze rennt es dann üblicherweise. Leider hält aber auch diese Möglichkeit oft nur einen Tag, denn dann produziert die Südluft schon zu früh am Tag wieder Gewitter. Man kann dann zwar schön in großer Höhe am Hauptkamm rumdaddeln, aber mit gescheit Segelfliegen und Strecke machen hat das nichts mehr zu tun. Sind dann halt meist Sightseeingflüge, Werkstattflüge, Filmflüge oder Einstellflüge 😏

Wobei das Jahr heuer gar nicht so schlecht war. Allerdings muss man immer parat stehen, wenn das Wetter mal passt. Idealerweise kann man immer spontan von der Arbeit weg, ist Student oder Rentner und hat einen Motor oder hilfsbereite Rückholer. Eine viele Jahre lange Erfahrung ist auch unabdingbar. Sonst bleibt halt nur Niederöblarn, Zell am See und Gerlos. Macht auch Spaß, aber wird auf Dauer langweilig. Ich schaue mir die Berge jetzt öfter mal von unten an, ist auch ganz nett und macht keinen Stress 😉

Einfach dahinradeln …

… und nichts denken, das war mein heutiges Ziel! Nur die Landschaft genießen und wenig Akku verbrauchen. Habe heute mal drauf geachtet und versucht die optimale Unterstützung zu wählen. Also auch bei Steigung 10 % nur Stufe 2 von 9, nicht wie sonst 3. Das reduziert deutlich die Geschwindigkeit, so auf 7 km/h und kommt auf einen Akkuverbrauch von um die 400 W. Das tut dem Motor noch gut, er wird nicht heiß. Der Wirkungsgrad liegt da wohl bei ca. 50 %, ist halt bei dem Heckmotor so. Eine Erkenntnis habe ich gewonnen, der Motor hat einen Nennstrom von 7 A, macht 250 W (Pedelec), aber er hat einen Maximalstrom von 15 A, gleich 500 W. Und diese Leistung kann er auch längerfristig, ohne dass was kaputtgeht! Das erklärt warum ich mit diesem Motor auch steilere Berge hochkomme. Nach Abzug der Wärmeverluste bleiben nämlich immer noch 200 W für den Antrieb. Wenn ich selbst noch gute 100 W dazugebe, dann passt die Rechnung!
115 kg bei 10 % und 7 km/h brauchen dauerhaft ca. 300 W, 15 % mit 5 km/h brauchen auch etwa so viel, also 200 W die Maschine, gute 100 W von mir, so könnte das physikalisch ungefähr passen.

Eines finde ich total interessant, Bosch baut jetzt ganz neu so einen Motor mit fast identischen Leistungsdaten! Das System kann also nicht veraltet und überholt sein. Ich muss auch sagen, dass es sich sowas von angenehm mit so einem Motor fährt. Er arbeitet einfach unabhängig von der Kurbel und gibt mir gefühlt immer genau die Leistung, die ich gerade brauche. Ich gebe nur die maximale Geschwindigkeit vor, in Stufen von 1 bis 9 bis maximal 25 km/h. Er analysiert meine Kurbelgeschwindigkeit und gibt mir mehr Leistung, wenn ich schneller kurble, dann denkt er ich brauche Unterstützung. Ganz anders arbeitet ja ein Mittelmotor, ich habe mir schon solche Räder ausgeliehen und bin damit gefahren. Er misst mein Inputdrehmoment und gibt mir seinen Teil entsprechend dazu. Das hat aber den sehr negativen Effekt, dass wenn mir die Puste ausgeht, er mir auch weniger Leistung dazu gibt. Das ist total blöd, denn gerade dann bräuchte ich ja mehr Leistung dazu! Dem Heckmotor signalisiere ich einfach durch schnelleres Kurbeln, dass ich Leistung brauche. Dieses System ist absolut harmonisch und wunderschön zu fahren. Der einzige Nachteil ist halt, dass der Motor bei niedriger Drehzahl deutlich an Wirkungsgrad verliert. Jedes System hat leider Vor- und Nachteile. Der Heckmotor bräuchte einfach statt dem festen Planetengetriebe mit Untersetzung 5, ein regelbares Getriebe, dann wäre er perfekt. Vielleicht kommt ja sowas noch?

Heute war ich nur auf Radwegen und Straßen unterwegs, auch mal wieder ganz nett. Bin durch den Klobenstein nach Kössen, dann Walchsee, um den Miesberg herum und zurück über Kössen und Reit im Winkl. Vor dem ersten Regenguss war ich genau zu Hause. Gesamt 60,4 km bei 730 hm, 18,8 Ø, eine sehr schöne Tour!

Meine Almsammlung …

… erweitert sich, heute ging es auf die Feldlahnalm! Eigentlich meint man das wäre gar nicht so wild, weil nur 430 hm. Aber, es zieht sich, ein großer Teil des Weges liegt bei größer 10 %, 15 % sind sogar auch dabei.
Vor ein paar Tagen war ich so übermütig und bin mal mit dem Super Fully mit 29 Zoll vom Michael ohne Motor gefahren. Ich dachte der Motor macht gar nicht so viel aus, ich würde ja selber viel treten. Die Erkenntnis, nach Oberwössen habe ich schon einen sehr kleinen Gang gebraucht und fertig war ich trotzdem! Also, ich bleibe bei meinem BAFANG Motor, ohne könnte ich zwar nett in der Ebene fahren, aber auf den Berg mit 10 bis 15 % geht leider nicht mehr. Ist halt so und wird sich auch altersbedingt nicht mehr verbessern lassen. Wobei mir die KI sagt ich bräuchte eigentlich sowieso ein neues, besseres Rad😉:

Für Ihr Fahrprofil sind 45 Nm Drehmoment zu schwach. Sie werden sich an den Steigungen extrem anstrengen müssen. Warum 45 Nm für Sie nicht ausreichen:

  • Hohes Gesamtgewicht: 115 kg erfordern beim Anstieg massiven Schub.
  • Starke Steigung: 10 % bis 15 % Steigung sind sehr steil.
  • Lange Belastung: 700 Höhenmeter überhitzen schwache Motoren schnell.
  • Geringer Fahrspaß: Der Motor liefert zu wenig Unterstützung.

Die richtige Empfehlung für Sie:
Für echte Mountainbike-Touren unter diesen Bedingungen benötigen Sie einen kraftvollen Mittelmotor mit 75 bis 85 Nm Drehmoment.

Ich will aber nicht 5.000 € ausgeben! Mein Umbau hat 450 € mit 720 Wh Akku gekostet, da gibt es halt dann auch Einschränkungen.

Auf der Feldlahn war es wunderschön, über Nacht war der Regen abgezogen und es wurde herrlich warm. Es war schon wieder ordentlich was los, die Feldlahn ist sehr beliebt bei Familien mit Kindern. Die Wanderung durch den Hammerergraben ist wunderbar zu laufen.
Auf der Alm habe ich mir natürlich Kaffee und Kuchen gegönnt. Für die Abfahrt bin ich inzwischen vorsichtiger geworden, ziehe mir eine Jacke und Handschuhe an. Wenn ich mal fliege, dann geht es wenigstens nicht gleich direkt auf die Haut und ich muss die Steine nicht aus den Fingern rauspflücken😉