… dass ich nicht vom FSGU-Vorstand A. verprügelt wurde! Ich war ja seit meinem Austritt nicht mehr beim Clubhaus. Wollte auch gar nicht provozieren, sondern nur dem T. Fragen beantworten, die er mir per WhatsApp gestellt hat. Habe ihn leider nicht gleich angetroffen, mich stattdessen auf die Bank von Gerhard Meirer, mit seiner Erlaubnis, gesetzt und mich dann über eine Stunde mit ihm über die alten Zeiten unterhalten, über das was wir so alles bei der FSGU und bei der DASSU gebaut und organisiert haben. Weder er noch ich sind ja Ehrenmitglieder geworden, obwohl wir beide sehr viel für die FSGU und den Flugplatz geleistet haben, schon traurig 😓
Jedenfalls kam dann der T. und ich musste an der Terrasse vorbei, weil ich dummerweise mein Rad auf dem FSGU-Grundstück abgestellt hatte. Plötzlich fing der Vorstand A. an zu schäumen, sprang auf, schubste mich und brüllte “Hau ab, hau ab!”. Unsere Gesichter näherten sich bis auf 10 Zentimeter! Ich hielt es aber dann doch für besser mich unauffällig zu schleichen, man weiß ja nie so ganz. Habe in meinem Alter nicht mehr so viel zu verlieren, aber muss ja nicht sein.
In Zukunft weiß ich, dass das FSGU-Grundstück tabu für mich sein muss. Aber, wenn ich wirklich mal wieder am Flugplatz bin, dann darf ich beim Gerhard auf der Bank sitzen, wer hätte das gedacht😉
Irgendwie …
…sollte sich das doch herumgesprochen haben, dass man mit einem Motorflugzeug nicht durch das Naturschutzgebiet Hohe Tauern fliegt! Wobei, könnte der Motor aus gewesen sein? Dem Barogramm nach eher nicht. Und die ganze Strecke ohne einen Kreis? Auch eher nicht. Bei einer Anzeige beweisen, dass der Motor aus war? Geht wohl ohne ENL-Sensor auch schlecht.
Wunderbare …
… Ziel-Rück-Flüge wurden gestern geschafft! Genial der Benedikt Bursian mit seiner LS 1-f neo, 789 Punkte, damit jetzt Spitzenreiter in der Zielrückwertung von Unterwössen aus! Wunderbar auch der Flug von Ute Hofmann in ihrer ASW 20, toll auch deswegen, weil ohne Motor! Aber auch der Thomas Münchow war wie oft völlig unaufgeregt unterwegs, er bleibt immer schön oben, wie man aus seinem Barogramm herauslesen kann. Der Motor war nützlich, weil er sich nach dem ersten Absaufer noch einen sehr schönen Flug ermöglichen konnte.
Das Jahr ist jetzt schon wieder so weit fortgeschritten, dass es gute Thermik nur am Hauptkamm Richtung Schweiz gibt. Und da muss man schnell hin, ein F-Schlepp auf 2.500 m über das Inntal ist da unumgänglich. Dann durch das Karwendel kämpfen, ab der Zugspitze rennt es dann üblicherweise. Leider hält aber auch diese Möglichkeit oft nur einen Tag, denn dann produziert die Südluft schon zu früh am Tag wieder Gewitter. Man kann dann zwar schön in großer Höhe am Hauptkamm rumdaddeln, aber mit gescheit Segelfliegen und Strecke machen hat das nichts mehr zu tun. Sind dann halt meist Sightseeingflüge, Werkstattflüge, Filmflüge oder Einstellflüge 😏
Wobei das Jahr heuer gar nicht so schlecht war. Allerdings muss man immer parat stehen, wenn das Wetter mal passt. Idealerweise kann man immer spontan von der Arbeit weg, ist Student oder Rentner und hat einen Motor oder hilfsbereite Rückholer. Eine viele Jahre lange Erfahrung ist auch unabdingbar. Sonst bleibt halt nur Niederöblarn, Zell am See und Gerlos. Macht auch Spaß, aber wird auf Dauer langweilig. Ich schaue mir die Berge jetzt öfter mal von unten an, ist auch ganz nett und macht keinen Stress 😉
Einfach dahinradeln …
… und nichts denken, das war mein heutiges Ziel! Nur die Landschaft genießen und wenig Akku verbrauchen. Habe heute mal drauf geachtet und versucht die optimale Unterstützung zu wählen. Also auch bei Steigung 10 % nur Stufe 2 von 9, nicht wie sonst 3. Das reduziert deutlich die Geschwindigkeit, so auf 7 km/h und kommt auf einen Akkuverbrauch von um die 400 W. Das tut dem Motor noch gut, er wird nicht heiß. Der Wirkungsgrad liegt da wohl bei ca. 50 %, ist halt bei dem Heckmotor so. Eine Erkenntnis habe ich gewonnen, der Motor hat einen Nennstrom von 7 A, macht 250 W (Pedelec), aber er hat einen Maximalstrom von 15 A, gleich 500 W. Und diese Leistung kann er auch längerfristig, ohne dass was kaputtgeht! Das erklärt warum ich mit diesem Motor auch steilere Berge hochkomme. Nach Abzug der Wärmeverluste bleiben nämlich immer noch 200 W für den Antrieb. Wenn ich selbst noch gute 100 W dazugebe, dann passt die Rechnung!
115 kg bei 10 % und 7 km/h brauchen dauerhaft ca. 300 W, 15 % mit 5 km/h brauchen auch etwa so viel, also 200 W die Maschine, gute 100 W von mir, so könnte das physikalisch ungefähr passen.
Eines finde ich total interessant, Bosch baut jetzt ganz neu so einen Motor mit fast identischen Leistungsdaten! Das System kann also nicht veraltet und überholt sein. Ich muss auch sagen, dass es sich sowas von angenehm mit so einem Motor fährt. Er arbeitet einfach unabhängig von der Kurbel und gibt mir gefühlt immer genau die Leistung, die ich gerade brauche. Ich gebe nur die maximale Geschwindigkeit vor, in Stufen von 1 bis 9 bis maximal 25 km/h. Er analysiert meine Kurbelgeschwindigkeit und gibt mir mehr Leistung, wenn ich schneller kurble, dann denkt er ich brauche Unterstützung. Ganz anders arbeitet ja ein Mittelmotor, ich habe mir schon solche Räder ausgeliehen und bin damit gefahren. Er misst mein Inputdrehmoment und gibt mir seinen Teil entsprechend dazu. Das hat aber den sehr negativen Effekt, dass wenn mir die Puste ausgeht, er mir auch weniger Leistung dazu gibt. Das ist total blöd, denn gerade dann bräuchte ich ja mehr Leistung dazu! Dem Heckmotor signalisiere ich einfach durch schnelleres Kurbeln, dass ich Leistung brauche. Dieses System ist absolut harmonisch und wunderschön zu fahren. Der einzige Nachteil ist halt, dass der Motor bei niedriger Drehzahl deutlich an Wirkungsgrad verliert. Jedes System hat leider Vor- und Nachteile. Der Heckmotor bräuchte einfach statt dem festen Planetengetriebe mit Untersetzung 5, ein regelbares Getriebe, dann wäre er perfekt. Vielleicht kommt ja sowas noch?
Heute war ich nur auf Radwegen und Straßen unterwegs, auch mal wieder ganz nett. Bin durch den Klobenstein nach Kössen, dann Walchsee, um den Miesberg herum und zurück über Kössen und Reit im Winkl. Vor dem ersten Regenguss war ich genau zu Hause. Gesamt 60,4 km bei 730 hm, 18,8 Ø, eine sehr schöne Tour!











