Eigentlich …

… wollte ich ja kleinere Brötchen backen. Habe mir eingebildet über Hinterwössen auf die Gscheuerwand zu fahren wäre einfacher als über Achberg oder Balsberg. Leider falsch gedacht, da sind auch grottensteile Stücke dabei, nicht weit von 20 % entfernt bzw. sogar drüber. Aber, ich habe nicht geschoben, sondern habe mich zwischendurch erholt und habe dann weitergetreten. Bei < 4-5 km/h liefert der Heckmotor kaum mehr Energie, da ist die Drehzahl des Motors einfach in einem ganz ungünstigen Bereich. Warm wird der Motor schon, das ist aber leider auch nicht leistungsfördernd.

Na ja, irgendwann war ich oben und es war wunderschön, ganz alleine, ganz ruhig, mit herrlicher Aussicht! Leider gibt es keine Wirtschaft da oben, deshalb musste ich mit Müsliriegeln auskommen.

Für die Abfahrt habe ich mich für die Route über den Balsberg entschieden, geht zwar erst mal hoch, aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel! Gesamt habe ich dann doch 820 hm gesammelt und das auf nur 22 km. Eigentlich fühle ich mich grottenschlecht, aber dann gehen doch wieder solche Touren. Mal schauen wie lange noch.

Als nächstes sind flachere Radelrunden mit der Bärbl angesagt, den Tegernsee haben wir im Auge oder eine schöne Tour im Chiemgau, gibt ja so viele tolle Möglichkeiten bei uns.

Vielleicht fliege ich ja auch mal wieder…

Unser ZOE …

… hat einen neuen Klimakompressor! Den alten hat es zerlegt, ist wohl eine Schwachstelle beim ZOE, sagt die AI:
“Beim Renault Zoe ZE50 (ZE135) ist ein fürchterlich brummendes Geräusch ein bekanntes und typisches Symptom. Da der Zoe eine hocheffiziente Wärmepumpe nutzt, übernimmt der elektrische Klimakompressor im Sommer das Kühlen und im Winter das Heizen des Innenraums sowie die Temperierung des Akkus.”

Der Kompressor hat nicht einmal ca. 1.000 Stunden gehalten, normal sind 3.000 bis 5.000 Stunden!

Das Ding bei Renault reparieren zu lassen ist uferlos teuer, das geht so weit, dass die Kosten über dem Zeitwert des Autos, ca. 10.000 €, liegen, krass! Wobei, momentan steigen die Gebrauchtpreise wieder ganz gut, vielleicht bekäme ich für meinen doch 13.000 € oder sogar mehr (6 Jahre, 50.000 km, Listenpreis damals 38.500 €, Batterie und CCS inklusive. Mit Förderung, Rabatten von Renault und 7 % Mehrwersteuer hat er uns damals aber nur 25.000 € gekostet 🙂)? Werde ihn aber behalten, die Wertverluste werden von Jahr zu Jahr weniger. Die ersten 3 Jahre sind ja krass, da verliert ein E-Auto ca. 60 %.

Ich habe eine freie Werkstatt gefunden, die mir den selbst gekauften Kompressor bezahlbar eingebaut hat. Jetzt kühlt der ZOE wieder schön, ist ganz leise und verbraucht wieder weniger Strom! Ein Erkenntnis am Rande, ich habe den Kompressor gerade für 490 € gekauft, jetzt kostet er noch 350 €! Vielleicht sollte ich gleich einen auf Vorrat kaufen? 😉

Wahrscheinlich werde ich künftig spätestens sowieso alle 40.000 km den Kompressor tauschen müssen, irgendwie eine total schlechte Konstruktion, aus Japan, das ist eigentlich nicht normal!? Aber immer noch besser wie das Auto verschrotten! Wir sind ja ansonsten mit dem ZOE sehr zufrieden!

Jedenfalls haben wir heute, um den Kompressor auch zu testen, eine nette Ausfahrt gemacht und zwar nach Bayrischzell. Da wollten wir mal hin um zu schauen, was aus dem renovierten Freischwimmbad geworden ist. Und wir waren begeistert, denn das Bad ist so toll geworden, wird sogar mit einer Wärmepumpe, gespeist aus Solarmodulen, beheizt! Wer mal in der Gegend ist, das Bad ist sehr zu empfehlen! Überhaupt ist Bayrischzell ein sehr netter Ort, schön zum Wandern und auch zum Mountainbiken! Einkehren kann man z.B. in der Bäckerei Butz, da gibt es auch den berühmten Kirschstreuselkuchen aus Frühling, den der Pfarrer Sonnleitner so liebt, den habe ich mir gegönnt!

Nachdem ich nicht mehr fliegen muss …

… und es heute nicht mehr ganz so heiß war, habe ich mich wieder an eine Ganztagesradeltour gemacht. Eigentlich wollte ich nur bis zur Klausenbergalm, aber als ich da oben war schien mir die etwas wenig für den Tag. Eingekehrt bin ich, ein Alkoholfreies geht immer, mit der Wirtin konnte ich mich nett unterhalten. Sie hat mir die ganze Alm gezeigt, die sie und ihr Mann die letzten Jahre in Eigenleistung hergerichtet haben. Die Alm ist jetzt komplett autark, hat das Dach voller PV-Module, einen genau so großen Speicher, nur für den Fall, der kaum vorkommt, ein Dieselaggregat. Eine eigene Quelle hat sie auch, diese wird natürlich regelmäßig geprüft. Die Wirtin sagte mir, dass es bei schönem Wetter super läuft, leider kommen dann manchmal aber auch zu viele Gäste, was zu größtem Stress führt. So ist das halt.
Mein zweites Ziel war der Wilde Kaiser und zwar das Kaiserbachtal hoch zur Fischbachalm. Ist eine Mautstraße, fährt sich mit dem Rad sehr angenehm und kostet damit auch nichts. Einsam ist man da oben nicht, aber jetzt während der Woche war es gut auszuhalten. Hatte einen netten Gesprächspartner, der war zufällig genau so alt wie ich, er kam vom Campingplatz in Kössen, wo sein Wohnmobil stand. Vor ein paar Jahren ist ihm die Frau gestorben, jetzt ist er leider alleine unterwegs. So kann es gehen, ist nicht selbstverständlich, dass man gemeinsam alt wird und dabei auch noch etwas unternehmen kann. So gesehen war ich mit dem Tag sehr zufrieden, habe ihn ziemlich ausgereizt mit 68,8 km und fast 1.000 hm.
Zum Ausklang habe ich mir heuer zum ersten Mal den Zeller See gegönnt, war sehr angenehm, allerdings fehlt halt inzwischen überall Wassernachschub. Am Wochenende soll endlich Regen kommen, hoffentlich kommt er wirklich.